1. Literatur als Radiokunst

1. Literatur als Radiokunst

Als verfremdende Momente sah Dieter Sperls Partitur zwei rein sprachliche Komponenten vor : Da waren kurze Texte – nicht länger als einige Sätze – deren Aufnahmen mithilfe des Rechners aufs zwanzigfache und über das gesamte Stück gedehnt wurde

Lyrikzeitung & Poetry News

Als verfremdende Momente sah Dieter Sperls Partitur zwei rein sprachliche Komponenten vor : Da waren kurze Texte – nicht länger als einige Sätze – deren Aufnahmen mithilfe des Rechners aufs zwanzigfache und über das gesamte Stück gedehnt wurde . Der dadurch verursachte Verlust der Veständlichkeit des Wortsinns war beabsichtigt und durch den Gewinn einer das Stück rhythmisierenden sprachlichen Superstruktur mehr als wettgemacht . Obwohl im Zeitalter der digitalen Soundtechnik ein solches Stretching nicht mehr notwendig mit  jener Absenkung der Tonhöhe einhergeht , wie sie zu Zeiten des Tonbandes der Fall war , entschied man sich bewusst für eine rechnerisch herbeigeführte Tonabsenkung mit dem Effekt einer bassartigen Grundierung .

Als zweite sprachliche Intervention blieben eine Reihe von Silben , Worten und Wortfolgen , welche umgekehrt ( revertiert ) eingesprochen wurden , dann aber wiederum per Software im Reverse- Modus umgekehrt wurden : das nach dieser zwiefachen Drehung wieder “gerade” Lexik klang…

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