96. Kunst und Fest

Lyrikzeitung & Poetry News

Die Kunst erleuchtet die Welt. Aber sie tut es auf zwielichtige Weise. (…)

Die Kunst und das Fest treffen sich also im Akt der Verschwendung. Wie es keine organisierte Gesellschaft gibt ohne Fest, gibt es auch keine organisierte Gesellschaft ohne Kunst. Kunst und Fest sind nicht identisch, aber in ihrem Wesen verwandt. Wer das Fest erforscht, stößt auf Dinge, die auch für die Kunst gelten und umgekehrt. Daher kann man vom einen auf das andere schließen. Sigmund Freud hat das Fest bestimmt als die zeitweise Aufhebung des Verbotenen. Was sonst nicht gestattet ist, darf jetzt sein – in zeitlichen Grenzen, die oft auf die Sekunde genau gesetzt sind und streng überwacht werden. Wenn das stimmt, dann muss auch die Kunst an dieser Dynamik von Verbot und Willkür ihren Anteil haben. Gerade die zwielichtige Weise, in der die Kunst die Welt erleuchtet, erscheint dabei als ein unabdingbares Element. Das sieht man…

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