76. dichter dran

Lyrikzeitung & Poetry News

Zur Eröffnung des Konstanzer Poesiefestivals dichter dran erklärt Daniela Seel den Lesern des Südkurier, warum es gar nicht so schwer ist, Lyrik zu verstehen:

Braucht die Welt Lyrik heute noch?

Brauchen ist das falsche Stichwort. Lyrik schafft eine große Bereicherung in der Welt. Einerseits dadurch, dass sie mit Sprache, dem alltäglichsten Lebensmittel unserer Welt, agiert. Sprache funktioniert auf eine so intuitive Weise und wir schaffen es oft gar nicht zu reflektieren, was die Sprache eigentlich macht, und wie Sprache Denken und Handeln gleichzeitig ermöglicht und behindert. Lyrik reibt an diesen so verinnerlichten Konventionen. Lyrik schafft Momente, in denen man sehen kann, wie Sprache funktioniert und dadurch kann sich ein anderes Bewusstsein entwickeln. Auch darüber, wie Sprache manipulieren kann. In Werbung, Propaganda oder Politik.

Können Sie Menschen verstehen, die mit Gedichten nichts anfangen können?

Ja, na klar. Die Menschen sind ja alle verschieden. Warum sollen alle mit einer Sache etwas…

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